Laut für die Demokratie 07.02.24

Engelskirchener Rundgang voller Erfolg

Engelskirchen. Ob wir das so kurz vor Karneval machen sollen? Das war die Frage, die sich das neue „Netzwerk Engelskirchen“ stellte, als die Mitglieder einen Termin für ihre geplante Demo „Laut für die Demokratie“ suchten. Sie entschieden sich für den Mittwoch vor Altweiber und tatsächlich wurde es trotzdem ein voller Erfolg. 50 Personen waren offiziell angemeldet, doch schon im Vorfeld hatten sich Polizei und Ordnungsamt auf eine größere Anzahl eingestellt. Es wurden dann aber tatsächlich knapp 600 Menschen, die lärmend durch den Ort zogen. Nachdem Gero Karthaus in seiner Rede, dem Schreck über die Notwendigkeit solcher Demonstrationen im ganzen Land, Ausdruck gegeben hatte, sprach Gerhard Jenders von – Oberberg ist bunt nicht braun – Er schilderte anschaulich die Geschichte rund um Edmund Schiefeling. Nach diesem verfolgten Engelskirchener Journalisten und Zeitungsverleger war der Platz benannt worden. In Erinnerung an ihn wird im März diesen Jahres dort ein Denkmal enthüllt werden. Ein echtes Stück Zeitgeschichte, dessen Wiederholung alle Anwesenden, auch mit ihrer großen Demonstration, verhindern wollen.

Gitta Quercia-Naumann, erinnerte als Mitglied des Orgateams an die Anfänge der Anwerbung von damals so genannten „Gastarbeitern“. „ Ohne diese Menschen, wäre unser Wirtschaftswachstum gar nicht möglich gewesen, sagte sie,“ aber in unseren Geschichtsbüchern tauchen sie nicht auf, obwohl sie mittlerweile in der 3. und 4. Generation hier leben, arbeiten und gar nicht mehr wegzudenken sind!“ Nein, wegzudenken sind diese Menschen nicht mehr! Jeder hat mittlerweile Freunde, Familie, eine Friseurin, einen Arzt, eine Bankerin, einen Handwerker, der nicht biodeutsch ist. Zusammen in Frieden in unserer Demokratie zu leben, dafür macht die Gruppe sich weiter stark und plant die nächsten Aktionen.

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